Naturschutzgebiet 4 „Altneckarschleife-Neckarplatten“

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Der SAV Schriesheim übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit der Darstellung!

Wo darf geangelt werden?

Außerhalb des Naturschutzgebiets (rot schraffiert) darf überall geangelt werden; z.B. auf der rechten Neckarseite vor dem Stauwehr oder im Neckarbogen vor Ilvesheim

Innerhalb des Naturschutzgebietes (rot schraffiert) darf eigentlich nicht geangelt werden. Es gibt aber folgende Ausnahmen:

  • Angeln ist ganzjährig erlaubt, auf einer Strecke von je 100 Metern ober- und unterhalb der Einmündung des Kanals der Kläranlage Neckarhausen. (siehe grüne Markierung)
  • Außerhalb der Brutzeit (15.08. bis 15.03.) darf an den mit schwarzer Punktline markierten Strecken geangelt werden.
    – Am linken Ufer von der östlichen Hochspannungsleitung bis zum Beginn der Siedlung „Neckarplatten“
    – Am rechten Ufer vom südlichen Ortsrand von Ilvesheim bis zum westlichen Ende des Schutzgebietes

Infos zum Naturschutzgebiet 4:
„Altneckarschleife – Neckarplatten“

Der östliche Teil des Naturschutzgebietes, von der Eisenbahnbrücke Ladenburg bis zum Stauwehr Ladenburg, ist gekennzeichnet von einem strömungsarmen Stauraum. Der westliche Teil – Altneckarschleife – unterhalb des Ladenburger Wehrs fällt durch eine schnelle Fließgeschwindigkeit und unterschiedliche Strömungsverhältnisse auf und besteht aus einer Vielzahl kleinster voneinander abhängiger Lebensräume. Sie sind das Ergebnis einer noch weitgehend erhaltenen Flussdynamik.

Der östliche Teil – die Neckarplatten – mit seiner aufgestauten Wasserfläche hat auf der Südseite seine  ursprüngliche Uferstruktur beibehalten. Schwimmblattgesellschaften und Röhrichtbestände, eine Seltenheit in der ‚“Neckaraue, zeigen einen natürlichen Übergang zwischen Land und Wasser. Die im Uferbereich vorgelagerte Insel hat einen dichten Weidenbewuchs. Der außerordentlich hohe Wert dieser Vegetationszone wird durch das Vorhandensein'“ einer artenreichen und störungsempfindlichen Vogelwelt noch unterstrichen. Brütende Haubentaucher, Flussregenpfeifer, Turmfalke und Drosselrohrsänger sollen stellvertretend für mehr als 140 dort brütende oder im Winter als Gast sich aufhaltende Vogelarten genannt werden. Daneben hat das 85,5 ha große Gebiet eine überragende Bedeutung als Laichgewässer für eine Vielzahl von Fischen.

Der westliche Teil des Naturschutzgebietes – die alte Neckarschleife (Ilvesheimer Schleife) besitzt einen ganz anderen Charakter. Gemeinsam mit dem östlichen Teil – die Neckarplatten – hat sie eine reiche Tier- und Pflanzenwelt vorzuweisen. Bedingt durch eine morphologische Vielgestaltigkeit, rasch fließende Flachwasserzonen, wenig überspülte Geröllbänke, ruhige, tiefe Flussabschnitte, Prall- und Gleitufer, entstand hier ein Refugium besonderer Art für Tier- und Pflanzenwelt mit äußerst unterschiedlichen Biotopansprüchen.

Die umfangreichen vegetationslosen Kiesbänke wechseln mit dichten Weidengehölzen und einer starken krautigen Vegetation ab. Großflächige Wiesen und Halbtrockenrasen mit einigen Gebüschen an den Dämmen bereichern noch das Mosaik an Biotopen. Entenvögel, Graureiher, Zwergdommel, Greifvögel, Flusssee- und Uferschwalbe sollen aus dem breiten Spektrum von Vogel arten angeführt werden. Daneben findet man auch eine interessante Insektenfauna, Schnecken und Muscheln vor. Seltene Fischarten, wie Nase, Barbe und Gründling, finden hier noch gute Überlebensräume.

Quelle: „Natur- und Landschaftsschutzgebiete“, Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Karlsruhe