2009

Eisiges Wetter

Der Winter 2008/2009 zeigte sich über viele Tage hinweg mit extrem eisigen Temperaturen bis zu minus 16°C. Diese ungewöhnliche Kälte ließ Anfang Januar 2009 selbst den Neckar teilweise zufrieren. Auch der Kanzelbach in Schriesheim und unser See in Dannstadt waren total zugefroren. Damit die Bilder dieser seltenen Wetterlage auch der Nachwelt erhalten bleiben, sind nachfolgend einige Impressionen festgehalten. Bleibt die Frage, ob alle unsere Fische überlebt haben und ob wir selbst eine solche Kälteperiode noch mal erleben werden?

Glühweinparty 24.01.2009

Am 24.01.2009 hatten wir zu unserer allerersten Glühweinparty eingeladen. Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, hatte Sportfreund Peter Krämer im Vorfeld alle gängigen Glühweine auf Herz und Nieren getestet. Letztendlich war der „Nürnberger Christkindl-Glühwein“ Testsieger. Damit es auch sonst an nichts fehlte, wurden zuvor viele Vorbereitungen getroffen, z.B. Holzsägen fürs Lagerfeuer, Getränke, Würstchen und Musikanlage besorgen, Sanirent-Toilette mieten u.v.m.. Damit sich unsere Gäste selbst auf der Toilette wohlfühlen konnten, wurde eigens dort ein Heizlüfter aufgestellt. Die Party startete pünktlich um 19 Uhr. Bestimmt auch wegen des prima Wetters, fanden sich bereits nach kurzer Zeit ca. 30 Gäste ein. Weder beim Glühwein, noch bei den heißen Würstchen gab es irgendwelche Beschwerden. Besonders toll war es, dass einige mitgebrachte Salate unser Buffet bereicherten. Wegen der guten Stimmung dauerte das Fest bis weit nach Mitternacht und wir sind uns einig, dass es bestimmt eine Wiederholung geben wird.

Generalversammlung 30.01.2009

Am 30.01.2009 fand unsere Generalversammlung im Gästehaus Hauser statt. Hierbei musste unter anderem die Vorstandschaft zum Teil neu gewählt werden. Insbesondere galt es einen neuen zweiten Vorsitzenden zu finden, da Werner Holzmann kurzfristig erklärte, dass er nicht mehr kandidieren möchte. Hierbei konnte eine gute Lösung in der einstimmigen Wahl auf Andreas Viel gefunden werden. Neben den üblichen Tagesordnungspunkten wurde auch der Fischerkönig 2008 geehrt.  Die Königsehrung bei der Generalversammlung fand als Ersatz für unseren nicht mehr stattfindenden Familienabend statt. Zukünftig wird der Fischerkönig beim Sommernachtsfest geehrt. Werner Hofmann darf deshalb für ein halbes Jahr die Königskette tragen. Alle weiteren Details zur Generalversammlung sind dem nachstehenden Bericht aus der Rhein-Neckar-Zeitung zu entnehmen.

Die Presseveröffentlichung über unsere Generalversammlung und über unseren geplanten Fischverkauf am Karfreitag löste unerwartet Reaktionen bei Lesern der Rhein-Neckar-Zeitung aus. Es erschien sogar der obige Leserbrief. Letztendlich müssen wir in dieser Angelegenheit nochmal auf dem Rathaus vorstellig werden. Vielleicht gelingt es ja doch noch, eine Genehmigung für den Fischverkauf am Karfreitag zu erhalten. Für unseren Verein wäre es auf jedem Fall ein Experiment, denn die Veranstaltung soll auf unserem Vereinsgelände in Schriesheim stattfinden und wir sind uns nicht sicher, wie das ganze von der Bevölkerung angenommen wird.

Mathaisemarkt

Mit dem Festzugsthema „S´Schriesemer ABC“ hatten sich die Planer etwas Neues einfallen lassen. Unser Verein sollte den Buchstaben R wie Raddegiggl darstellen, was so viel wie Fuselwein bedeutet. In mehreren Mitgliederversammlungen entstand nach und nach die Idee zur Gestaltung des Motivwagens und der Fußtruppe. Da zum Raddegiggl natürlich auch das Raddegiggl-Lied passt, wollten wir darauf nicht verzichten. Allerdings hatten wir keine Lust, das Lied während des ganzen Festzuges zu singen, und so entschlossen wir uns zu einer Musikaufnahme im Vorfeld. Den Originaltext hatten wir auf Schriesheimer Verhältnisse umgedichtet. Für die Gesangprobe im Keller vom Gästehaus Hauser hatte Sportfreund Nunheim alle Register gezogen und einen 8-köpfigen Fischerchor zusammengetrommelt. Mit Hilfe der tollen Schifferklaviermusik von Rudi Kling hatten wir ohne viel zu proben schnell den Gesang aufgenommen. Leider konnten wir uns während des Festzuges mit unserer Musikanlage nicht gegen die hinter uns spielende Guggemusik durchsetzen. Schade, dass unser Gesang kaum hörbar war. Vielleicht wiederholen wir es nächstes Jahr mit mehr Watt.

Hier könnt ihr euch die Lieder anhören: In Bearbeitung

Dieses Jahr hatten wir uns für den Aufbau des Motivwagens deutlich mehr Zeit genommen als in den Vorjahren. Schon an 3 Wochenenden vor dem Festzug begann das Herrichten des Wagens. Eigentlich war alles perfekt vorbereitet, nur öffnete leider zu Begin des Festzuges der Himmel seine Tore, sodass keiner wegen des starken Regens ins Schwitzen kam.

Wie immer gab es außer des Motivwagens natürlich auch wieder eine Fußtruppe aus Raddegiggl-Kranken. Für die besonders vom Raddegiggl Heimgesuchten hatten wir eigens ein Krankenbett vorbereitet. Ob sich Sebastian Jäck und Roland Breitenreicher trotz der hervorragenden Betreuung darin wohlgefühlt haben, bleibt wohl deren Geheimnis.

Eigentlich ist es ja schon erstaunlich, dass wir beim Festzug jedes Mal auf relativ viele aktive Teilnehmer verlassen können. So waren diesmal 16 Erwachsene und 3 Jugendliche dabei. Da wird uns manch anderer Verein sicherlich beneiden. Obwohl zum Ende des Festzugs fast jeder ziemlich durch den Regen durchnässt war, hatten wir uns schnell von den Strapazen erholt. Und so war es nicht verwunderlich, dass am darauf folgenden Montag eine ansehnliche Gruppe der Einladung des Festwirtes zum gratis Hähnchenessen gefolgt ist. Obwohl wir für 25 Teilnehmer Bons bestellt hatten, reichten diese bei Weitem nicht aus. Für nächstes Jahr werden wir dann wohl eher mit 35 Teilnehmern rechnen können.

VFG-Anfischen 29.03.2009

Für das Jahr 2009 hatten wir uns vorgenommen, verstärkt an den Veranstaltungen des VFG teilzunehmen. Deshalb haben wir am 29.03.2009 mit einer Mannschaft aus 5 Mitgliedern beim VFG-Anfischen am Monsterloch (Rhein) teilgenommen. Die Fangergebnisse waren äußerst bescheiden. 48 Angler hatten gerade mal 3 Fische gefangen, immerhin war auch eine Barbe mit 6 Pfund dabei. Obwohl wir unsere Elitefischer Müller, Breitenreicher, Bauer, Lux, und Jäck ans Wasser geschickt hatten, blieb unsere Mannschaft komplett erfolglos. Vielleicht sind wir mit dem Hochwasser des Rheins nicht zurechtgekommen? Oder waren unsere Angler in Gedanken schon beim Après-Meeting hinterher beim Hockenheimer Anglerclub?

Anfischen 05.04.2009

Am 5. April 2009 fand unser erstes gemeinsames Angeln statt. Beim so genannten Anfischen versuchten wir unser Glück am Neckar in Edingen-Neckarhausen. Trotz schönsten Sonnenscheines konnten wir insgesamt nur zwei Fische fangen. Den größtem Fisch erwischte Rainer Müller mit einem Döbel von ca.18 cm. Da staunten die Teilnehmer nicht schlecht, als außerdem ein ungewöhnliches Fischexemplar dem Köder unseres Gewässerwartes Roland Breitenreicher nicht widerstehen konnte. Noch nie hatten wir einen so seltsam aussehenden Fisch in der Vergangenheit geangelt.

Nach langem Rätselraten entpuppte er sich als so genannte Schwarzmeergrundel. Dass der Fisch mit einer Länge von gerade mal 2,5 cm überhaupt den Köder schlucken konnte, zeugt von der Fressgier dieser Art. Ausgewachsene Exemplare erreichen bis zu 20 cm Länge. Bis vor wenigen Jahren war diese Fischart bei uns völlig unbekannt. Schwarzmeergrundeln tauchten 1993 erstmals in den Fanglisten der Donauangler auf. Mit dem Schiffahrtsweg Rhein-Main-Donaukanal ist eine direkte, künstliche Verbindung zwischen Donau und Rheineinzugsgebiet geschaffen worden. Erste Grundeln konnten 2007 auch im Neckar nachgewiesen werden. Die Grundeln könnten sich zum Problemfisch für die Angelfischerei entwickeln, so haben sich im Donauabschnitt bei Regensburg  innerhalb weniger Jahre die Bestände explosionsartig entwickelt. Grundeln gehen an jeden Köder und machen damit den Fang auf andere Fischarten nahezu unmöglich. Bleibt abzuwarten, welche Einflüsse die Grundeln auf unsere heimischen Fischarten haben werden.

Forellenfischen 25.4.2009

Im April fand das erste Forellenangeln im Rückhaltebecken statt. Hier versuchten auch unsere Jugendlichen ihr Glück. Vielleicht hätte unser Mitglied Leon Martens mehr Glück gehabt, wenn die Fische nicht von seinem grellen Rucksack verscheucht worden wären?

Arbeitseinsatz

Damit es uns nicht langweilig wird, fand im April ein Arbeitseinsatz zum weiteren Ausbau unseres Vereinsgeländes in Schriesheim statt. Bereits Ende letzten Jahres hatten wir eine gut erhaltene Dachkonstruktion besorgt. Nun war es endlich an der Zeit, die neue Errungenschaft aufzubauen. Letztendlich sind dadurch wieder weitere Quadratmeter nutzbarerer Fläche zum Abstellen unserer Utensilien entstanden.

Seniorenausflug Mähring 10.-13.06.2009

Am 10. Juni 2009 machten wir uns über den Feiertag Fronleichnam auf den Weg zu unserem Vereinsausflug nach Mähring in der Oberpfalz. Obwohl unser Reiseziel „Treppenstein“ bestimmt attraktiv zum Angeln war und die Kosten für den 4-tägigen Ausflug für Fahrt und Unterkunft mit Halbpension unter 200 € lagen, war die Teilnehmerzahl mit gerade einmal 6 Personen nicht gerade berauschend. Wir hatten uns deshalb einen Vito-Kleinbus gemietet. Nach 5-stündiger Fahrt kamen wir im Forellenhof Treppenstein gut an. Peter Fuchs und seine Frau kannten uns noch vom letzten Ausflug…

Die ersten beiden Tage waren wettermäßig bestimmt nicht ideal zum Angeln geeignet. Die massiven Regengüsse und der heftige Wind lockten uns nicht gerade zum Angeln. Deshalb nutzen wir am Donnerstag die Zeit für einen Ausflug nach Marienbad in Tschechien. Danach sollte aber auch das Fischen nicht zu kurz kommen. Letztendlich hat jeder von uns einen Fang gemacht. Neben Brassen, Barschen, Hechten und Rotaugen freuten wir uns auch über schöne Zander und Bachforellen. Nur mit den Schleien klappte es einfach nicht. Sie tummelten sich in ganzen Schwärmen direkt am Ufer im flachen Wasser, verschmähten aber einfach alle angebotenen Köder. Schade, dass wir keine einzige gefangen haben. Vielleicht gilt doch der alte Spruch, dass man Fische, die man sieht, nicht fängt.

Ab dem vorletzten Tag hat sich das Wetter dann auch von seiner besten Seite gezeigt. Das hatte zwar keine positive Auswirkung auf den Fischfang, aber zumindest auf die Entstehung von Sonnenbrand. Zum Abschluss des Ausfluges machten wir am Samstag Abend eine Fahrt nach Tirschenreuth zum Schützenfest. Nach einem anschließenden Abstecher zu einem Fest des Turnvereins war es dann Zeit wieder in unsere Unterkunft zurückzufahren, um für die Rückfahrt am kommenden Tag fit zu sein.

Karpfen aus unserem See 22.06.2009

Obwohl die Fangergebnisse an unserem See in Dannstadt dieses Jahr bisher eher schlecht waren, gibt es aber zum Glück auch Ausnahmen. Am 22. Juni konnte dieser Spiegelkarpfen einem Stück Brötchen nicht widerstehen. Na dann sind Nachahmer gerne willkommen.

Ausbau Vereinsgelände 25.06.2009

Am 25.06.2009 fand mal wieder ein Arbeitseinsatz auf unserem Vereinsgelände in Schriesheim statt. Damit unsere Gäste bei zukünftigen Festen ihre Bedürfnisse erledigen können, haben wir ein gebrauchtes Toilettenhäuschen besorgt. Voraussetzung für ein gutes Geschäft ist eine gute Standsicherheit. Deshalb musste zunächst einiges an Grabarbeiten erledigt werden und dann vor allem eine solide Einfassung mit Saumsteinen gebaut werden.

Königsfischen 27.06.2009

Zum Königsfischen ging es wie schon in den vergangenen Jahren wieder an den Schwabenheimer Hof. Bei leichtem Nieselregen hatten alle Teilnehmer Hoffnung auf viele Fische. Doch bei der Hoffnung sollte es für die meisten Angler auch bleiben. Da haben wir wohl etwas Gravierendes falsch gemacht, denn im Gegensatz zu allen anderen Anglern lief es bei unserem neuen Mitglied Uwe Bauer von Anfang an einfach gut. Er hat zahlreiche Barben an den Haken locken können und ist letztendlich auch mit einer Barbe Fischerkönig geworden. Na dann herzlichen Glückwunsch. Vielleicht haben wir ja dann nächstes Jahr unseren Spaß beim Vereinsessen mit dem neuen König?

Seepokalfischen 5.7.2009

Das diesjährige Seepokalangeln fand bei herrlichem Wetter und idealen Angelbedingungen statt. Leider haben das aber wohl die meisten Fische nicht gemerkt, denn es wurde kaum etwas gefangen. Aber die Stückzahl ist ja nicht unbedingt entscheidend. Unser Sportfreund Uwe Bauer wollte uns wohl mal richtig zeigen wie man Fische fängt. Und das ist ihm mit einem Graskarpfen von etwa 30 Pfund auch gut gelungen. Den Seepokal hat er damit bestimmt würdig verdient.

Sommernachtsfest

Die tolle Resonanz vom letztjährigen Sommernachtsfest hat uns zu einer Wiederholung animiert. Und auch dieses Jahr war der Zuspruch wieder hervorragend. Zeitweise tummelten sich über 100 Gäste auf unserem Gelände. Auch beim Sommernachtsfest optimieren wir uns immer weiter. Diesmal hatten wir eine professionelle Musikanlage besorgt und ansonsten auch ein Partyzelt für das Buffet aufgestellt. Unsere zuvor gekaufte Toilettenanlage wurde natürlich auch gleich eingeweiht. Lediglich bei der Beleuchtung des Klos müssen wir unbedingt noch nachrüsten, denn durch das helle Licht im Innern konnte man von außen jeden Handgriff beobachten.

Diesmal haben wir das Sommernachtsfest gleichzeitig auch für die Vergabe unserer Preise von den verschiedensten Fischen genutzt. Neu war diesmal, dass es keine Medaillen gab, sondern Weinflaschen mit speziell gewidmeten Aufklebern. Für diese Besorgung bedanken wir uns recht herzlich bei Sportfreund Roland Breitenreicher.
Wir haben übrigens auch diesmal für Essen und Trinken nichts verlangt. Dank der freiwilligen Spenden unserer Gäste konnten aber die Kosten in etwa gedeckt werden. Abschließend bleibt zu bemerken, dass ich morgens gegen 5:30 Uhr das Fest verlassen habe, und da war ich nicht der Letzte.

Wie immer gab es auch eine Gästeliste:

Krebsfischen 25.07.2009

Schon letztes Jahr waren alle Teilnehmer vom Krebsfischen in der Elsenz begeistert. Deshalb sind wir Ende Juli 2009 erneut mit großen Hoffnungen ausgerückt. Im Gegensatz zum letzten Jahr waren diesmal auch einige Jugendliche dabei.

Damit wir auch wirklich zielsicher die optimalen Fangplätze finden sollten, haben wir uns einen Scout vom Zuzenhausener Angelverein besorgt. Thorsten Stickel hat diese Aufgabe auch mit Bravour gemeistert, wenngleich er beim Einparken zukünftig noch ein bisschen mehr auf verborgene Gräben achten sollte

Nach dieser kleinen Anfangspanne ging´s dann gleich Richtung Fischwasser. Pünktlich fing es im gleichen Moment an zu regnen. Aus Regen wurde Dauerregen und irgendwann standen wir alle in stark matschigem Gelände. Zum Glück hielt das die Krebse nicht vom Beißen ab. Für unsere jugendlichen Mitglieder sollte dies eine gute Lehrstunde sein in Bezug auf richtiges Schuhwerk und Kleidung. Selbst die von Sportfreund Hofmann aus dem Auto seiner Frau geholte Jacke von Betty Barclay konnte den Regen bei unserem Jungfischer Julius Bauer nicht abhalten. Nach ein paar Ausrutschern in Schlamm und Dreck auf dem klitschigen Gelände war vom zarten Pinkton des Kleidungsstückes bald nichts mehr zu sehen. Wie hat er das wohl seiner Frau erklärt????

Nach etwa 3 Stunden hatten wir letztendlich genügend der Krustentiere erbeutet, um wieder nach Schriesheim zurückzufahren. Dort wurden wir auf unserem Vereinsgelände schon von unseren Lebenspartnern und weiteren Vereinsmitgliedern erwartet. Unsere Friteusen waren ideal für die Zubereitung der Krebse geeignet. Nach kurzer Zeit konnte dann das „große“ Essen beginnen.

Für nächstes Jahr sollten wir vielleicht richtiges Krebsbesteck besorgen. Da Angler aber ideenreiche Leute sind, haben wir die Krebse auch mit provisorischem Gerät geknackt. Es zeigt sich also, dass man auch mit Hammer und Rohrzange zu den schmackhaften Fleischstückchen gelangen kann.

Umgestaltung Vereinsgelände am See

Trotz der vielen Aktivitäten haben wir seit Mitte Juli auch noch eine neue Baustelle an unserem See in Dannstadt begonnen. Unter Federführung unseres Sportfreundes Herrmann Liebetrau wurde damit begonnen, den Unterstand neben der Fischerhütte zu erweitern, wobei der Begriff „Erweiterung“ eher untertrieben ist, denn vom alten Unterstand ist nichts mehr übrig geblieben. Wenn erst ein einmal alles fertig ist, steht uns etwa die dreifache Fläche zur Verfügung.

Damit das Ganze von Grund auf solide ist, haben wir uns vorgenommen, den Boden mit Pflastersteinen auszulegen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Firma Bloemecke für die hierzu erfolgte großzügige Sachspende. Doch bevor die neuen Steine verlegt werden konnten, musste erst noch eine im Weg stehende Birke entfernt werden. Unser neues Mitglied Uwe Bauer hat hierzu die Birke Ende August mit einer Motorsäge gefällt. Die bestimmt anstrengendste Arbeit war aber das Entfernen der großen Wurzel. Erst nach sechsstündiger schweißtreibender Grabarbeit war dies erledigt. Kein Wunder, dass die beteiligten Mitglieder diesen Triumph gefeiert haben. Nach dieser Aktion war für unsere aktiven Mitglieder auf unserer Baustelle wegen des durchzuführenden Straßenfestes erst einmal Baustopp. Dies galt natürlich nicht für Herrmann Liebetrau.  Er hat unermüdlich das Vorhaben vorangetrieben.

Straßenfest

Die Personalplanung für das diesjährige Straßenfest hatte uns anfangs ziemliche Sorgen bereitet, da einige Mitglieder verhindert waren. Letztendlich standen dann aber doch genügend Helfer zur Verfügung. Allerdings hat das nur geklappt, weil uns auch viele Vereinsfremde unterstützt haben. Diesmal haben wir uns die Fische bereits donnerstags anliefern lassen, sodass das Fischsalzen pünktlich und ohne Zeitdruck starten konnte. Der Zeltaufbau fand bei regnerischem Wetter statt, sodass wir froh waren, bis das Zeltdach endlich aufgespannt war. Ansonsten klappte alles wie gehabt wieder ganz gut. Lediglich mit der ausgeliehenen Kasse hatten wir insofern Probleme, als das Fach für das Wechselgeld fehlte. Rainer Müller hat aber kurz vor dem Verkaufsbeginn Ersatz besorgen können. Eine kleine Panne gab es dann aber doch noch. Unser Fischlieferant hatte uns versehentlich 15 kg zu wenig geliefert. Das war aber nicht der Grund, dass unsere Fische bereits sonntags ab 15 Uhr ausverkauft waren. Dadurch war unerwartet Personalkapazität frei und das Team Lena Kliesch, Tobias Hofmann und Michael Blessenohl nutzten die Chance, direkt an der Straße Fischbrötchen anzubieten. Dies bescherte uns einen ganz tollen, zusätzlichen Umsatz. Der Verkauf lief so gut, dass ständig zwei Personen mit der Zubereitung neuer Personen beschäftigt waren. Das sollten wir also nächstes Jahr wiederholen…

Eine kleine Panne gab es dann aber doch noch. Unser Fischlieferant hatte uns versehentlich 15 kg zu wenig geliefert. Das war aber nicht der Grund, dass unsere Fische bereits sonntags ab 15 Uhr ausverkauft waren. Dadurch war unerwartet Personalkapazität frei und das Team Lena Kliesch, Tobias Hofmann und Michael Blessenohl nutzten die Chance, direkt an der Straße Fischbrötchen anzubieten. Dies bescherte uns einen ganz tollen, zusätzlichen Umsatz. Der Verkauf lief so gut, dass ständig zwei Personen mit der Zubereitung neuer Personen beschäftigt waren. Das sollten wir also nächstes Jahr wiederholen…

Fischen im Rückhaltebecken

Eigentlich steht das Fischen im Schriesheimer Rückhaltebecken unter dem Zeichen des Forellenfischens. Das muss unser Sportfreund Klaus Machauer  aber irgendwie falsch verstanden haben. Statt der üblichen Forellen überlistete er am 16.08.2009 gleich zweimal schwergewichtige Karpfen. Eine besondere Rarität war dabei bestimmt der Fang eines „weißen“ Albino-Karpfens.
Genauso überraschend war es sicherlich auch, dass ein Spiegelkarpfen mit einem Gewicht von knapp über 20 Pfund an die Angel ging. Wer hätte das wohl gedacht, dass in einem Gewässer mit gerade mal einem Meter Wassertiefe solche schwergewichtigen Fische aufwachsen? Schade, dass Klaus den Fisch beim Fototermin nicht entlang der Messlatte für das Wasserniveau gehalten hat, denn dann wüssten wir auch noch, wie lang der Fisch war. Vielleicht klappt´s beim nächsten Mal.

Richtfest am See 13.09.2009

Nachdem wir das Straßenfest wieder erfolgreich überstanden hatten, konnten wir uns wieder voll auf unsere Baustelle am See konzentrieren. Die nächsten geplanten Aktionen waren das Pflastern des Bodens und die Errichtung der Dachkonstruktion. Doch zuvor musste erst der auf der alten Fläche stehende Tisch samt Bänken entfernt werden. Das wäre eigentlich eine leichte Sache gewesen, wenn nicht Peter Müller vor vielen Jahren alles diebstahlsicher einbetoniert hätte. Insbesondere die Tischbeine waren in 1,5 Meter Tiefe einbetoniert. Obwohl wir soweit als möglich alles freigeschaufelt hatten, gelang es selbst mit einem 4 Tonnen Wagenheber nicht, die Tischbeine herauszuziehen. Erst nachdem der Beton komplett zertrümmert war, stellte sich nach über 5 Stunden harter Arbeit der Erfolg ein. Leider ging das Ganze nicht ohne Blessuren vonstatten; Sportfreund Hofmann haute sich mit dem Klappspaten voll auf seinen Daumen und hofft nun, dass der Nagel bis Jahresende wieder nachwachsen wird.

Abgesehen von diesem Malheur ging es dann gleich am nächsten Tag mit Volldampf weiter, die Dachkonstruktion zu montieren. Es war super, dass uns alle benötigten Balken geschenkt wurden. Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals ausdrücklich für die großzügige Sachspende von Herrn Renner, einem guten Freund von Hermann Liebetrau.

Trotz Fingerverletzung wollte Sportfreund Hofmann neben der anstehenden Arbeit auch noch die Gelegenheit nutzen, die Angel auszuwerfen. Und es dauerte nicht lange, als ein schwergewichtiger Graskarpfen dem Köder nicht widerstehen konnte. Anfangs schauten alle Helfer beim Drillen zu, doch nach und nach machte sich jeder wieder an seine Arbeit, da der Fisch einfach nicht müde werden wollte. Während die anderen Mitglieder das Dach aufbauten, drillte Sportfreund Hofmann fleißig weiter. Nach über 3 Stunden Drill zeigte sich der Fisch dann erstmals an der Wasseroberfläche. Leider geschah dann nach weiteren 20 Minuten das, wovor jeder Angler Angst hat; der Fisch verabschiedete sich.
In der Zwischenzeit hatten die anderen Mitglieder das Dach komplett aufgebaut. Klar, dass nach der Abschluss der Arbeit durch ein Richtfest besiegelt wurde.

Pflasterarbeiten und Dachunterkonstruktion 20.09.2009

Da wir uns beim letzten Arbeitseinsatz schon so richtig in Fahrt gebracht hatten, setzten wir unsere Arbeit gleich am darauf folgenden Wochenende fort. Nun stand zunächst das Verlegen der Pflastersteine an. Anscheinend hat Rainer Müller schon seit Tagen an nichts anderes mehr gedacht, denn er war in seinem Tatendrang kaum zu bremsen, sodass die komplette Fläche innerhalb weniger Stunden gepflastert war.

Parallel dazu hat Hermann Liebetrau die Dachlatten für die Dachkonstruktion mit Farbe vorbehandelt. Seine neue Gänsefreundin hat ihn dabei ständig beobachtet und wohl zum Weitermachen angespornt. Die arme Gans war Mitte des Jahres am Flügel aus irgendeinem Grund schwer verletzt worden. Sie hat sich aber Dank der guten Verpflegung gut erholt und ist inzwischen so zahm, dass sie aus der Hand frisst. Gleich nachdem wir mit dem Pflastern fertig waren, begannen wir dann natürlich gleich mit dem Anschrauben der Latten. Der gesamte Arbeitseinsatz dauerte zwei Tage.

Zum Ausgleich der Strapazen hat  hat Holger Bauer Samstag Abend seine Wurmangel ausgeworfen und damit wohl genau die richtige Nase gehabt. Innerhalb von zwei Stunden gingen drei prächtige Aale an die Angel.

Jugendangeln Rückhaltebecken 4.10.2009

Der letzte gemeinsame Angeltermin im Rahmen unserer Jugendoffensive fand am Sonntag, den 4. Oktober 2009 statt. Da wir dieses Jahr mit einem goldenen Oktober beschert wurden, versuchten wir unser Glück beim Karpfenfischen im Schriesheimer Rückhaltebecken. Das war offensichtlich die richtige Entscheidung, denn bereits nach einer Stunde konnte unser Jungangler Fabian Zink einen Graskarpfen überlisten. Alle weiteren Karpfen haben wir leider nur an der Wasseroberfläche schwimmen gesehen, gebissen hat nichts mehr. An dieser Situation haben selbst die prächtigen Tauwürmer unseres Junganglers Erik Opfermann nichts geändert. Erst gegen Ende des Fischens durften die Teilnehmer dann auch mal ihre Blinkerangel auswerfen, sodass noch ein paar Bachforellen erbeutet werden konnten.

Kaum noch Fänge beim VFG-Bereichsabfischen

Ende Oktober hat am  Neckar bei Kleingemünd das so genannte Bereichsabfischen stattgefunden. Dieses gemeinsame Fischen wurde vom „Verband für Fischerei und Gewässerschutz in Baden-Württemberg e.V.“ organisiert. Unser Verein hat sich daran ebenfalls mit ein paar Mitgliedern beteiligt. Das Fangergebnis der insgesamt 24 Mannschaften war extrem bescheiden, denn es konnten insgesamt nur drei Fische gefangen werden. Gemessen an den guten Fangergebnissen früherer Jahre kann man da schon die Frage stellen, ob der Kormoran hier nicht maßgeblich zum massiven Rückgang der Fischbestände im Neckar beigetragen hat. Wenngleich also fast nichts gefangen wurde, so hat unser erster Vorsitzender Rainer Müller dennoch das Glück gehabt, ein Rotauge von 1,5 Pfund an den Haken zu bekommen und hat damit den ersten Platz belegt. Außerdem durfte er auch den Vereinswanderpokal in Empfang nehmen.

Restarbeiten an der See-Hütte (Oktober / November)

Nachdem an unserer Hütte am See in Danstadt die Holzkonstruktion für den Unterstand komplett montiert war, beeilten wir uns mit der Bestellung des Kunststoffdaches. Damit uns das Wetter nichts mehr anhaben konnte, wurden gleich Mitte Oktober mit der Montage begonnen. Leider war es beim ersten Versuch am 10. Oktober schon sehr frostig, sodass sich die Befestigungslöcher nur mit Mühe bohren ließen. Zudem setzte ziemlich bald starker Regen ein, sodass die Aktion unterbrochen werden musste. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. An den beiden folgenden Wochenenden war es dann endlich geschafft. Damit dürfte der Unterstand für die nächsten Jahrzehnte hoffentlich perfekt dicht sein.

Neben dieser Aktion wurde Mitte November dann auch gleich noch die Decke für die eigentliche Hütte neu mit Dachbahnen und Bitumenmasse wasserdicht gemacht. Die Kür der ganzen Aktion war letztendlich noch die Montage von zwei Dachrinnen.

Auch unter dem neuen Dach hat sich noch einiges getan. Wir haben zwei Arbeitsplatten mit insgesamt fast sechs Metern Länge installiert. Das sollte als Abstellfläche für die zukünftigen Partys hoffentlich ausreichend sein. Damit es beim Feiern auch nachts nicht zu ungemütlich wird, haben wir darüber hinaus an zwei Seiten des Unterstandes Holz-Flechtzäune montiert. Allein das Schneiden aufs richtige Maß und das Streichen war eine riesige Arbeit. Darüber hinaus wurde zur Seeseite hin noch ein Windschutz, bestehend aus zwei Fensterflächen und einer Holzwand installiert. Auch für den optischen Eindruck wurde noch einiges getan. Neben dem Unterstand haben wir zehn Kirschlorbeersträucher gepflanzt.
Übrigens wurde mit den Restbeständen an Pflastersteinen auch noch der Bereich um den Brunnen neu befestigt. Man sieht also, dass sich dieses Jahr sehr viel am See geändert hat. So können wir nun nur noch hoffen, dass mit der Arbeit nächstes Jahr endlich Schluss ist und wir endlich mal wieder etwas mehr Zeit zum Angeln haben.

Kalenderübergabe „Fischerwelten“

Erstmalig hat der Landesfischereiverband Baden-Württemberg einen Bildkalender zum Thema „Fischerwelten“ produziert. Bereits im Oktober hat unserer Vorsitzender Rainer Müller davon 15 Exemplare besorgt. Ende Dezember wurden die Kalender den 3. und 4. Klassen der Schriesheimer Grundschule überreicht. Der Kalender kommt als Unterrichtsmaterial zum Einsatz. Großformatige Fotos und kurze Texte bieten vielfältige Informationen zur Fischerei im Land und erklären auch Besonderheiten in anschaulicher Form. Von der Äsche bis zum Zander bringt der Kalender den baden-württembergischen Grundschülern die Fischerwelt ins Klassenzimmer.

Container

Obwohl wir 2009 so viel wie noch nie zuvor an Umbauarbeiten an unserer Hütte in Dannstadt und an unserem Vereinsheim in Schriesheim geleistet haben, geht uns offensichtlich nicht die Lust an der Arbeit aus. Recht unerwartet hat sich kurzfristig die Gelegenheit ergeben, von der Firma Mowitec einen sehr gut erhaltenen Aufenthalts-Container zu erhalten. Unser zweiter Vorsitzender Andreas Viel war gut auf Zack und hat gleich zugeschlagen. Der einzige Haken an der Sache war der Zeitfaktor. Deshalb musste der Container kurzfristig von der Friesenheimer Insel nach Schriesheim transportiert werden. Bei eisigem Wetter fand der Transport am 21.12.2009 statt. Für den Kranführer war es kein allzu großes Problem, den Container bei den engen Platzverhältnissen richtig abzuladen. Den endgültigen Standort müssen wir uns noch genau überlegen. Dann müssen wir uns auch noch mal richtig Gedanken machen, wie wir den Container dann dorthin bewegen. Aber da fällt uns 2010 sicherlich noch etwas ein.