2003

Seeputz 22.02.2003

Bei frostigem, aber sonnenreichen Wetter führten wir am 22. Februar unseren Seeputz in Dannstadt durch. Da wie immer genügend Teilnehmer dabei waren, hatten wir innerhalb von ca. 3 Stunden das Ufergelände wieder auf Vordermann gebracht.

Für das anschließende Helferessen hatte Peter Müller wieder zuvor feine Sachen zum Essen eingekauft und die Speisen in der Fischerhütte zubereitet. Wenn man so verwöhnt wird, macht die Arbeit Spaß.

Festzug mit Pannen 09.03.2003

Auch in diesem Jahr hat sich unser Verein wieder beim Mathaisemarktfestzug beteiligt. Das Motto des Festzuges lautete „Schriesheim um 1900 – Aufbruch in die Moderne“. Unser Verein hatte dabei das Thema „Essigfabrik Kling“ erhalten. Dieses uns eigentlich fremde Thema bereitete bei den Überlegungen zur Gestaltung des Festwagens einiges Kopfzerbrechen. Die Älteren erinnerten sich noch daran, dass auf besagter Fabrik früher immer ein Storchenpaar nistete. Und so war nach vielen Diskussionen dann irgendwann (endlich) klar wie wir das Ganze darstellen wollten.

Zwei Tage vor dem Festzug trafen wir uns dann zum gemeinsamen Aufbau und es war wieder fantastisch, dass alle beauftragten Mitglieder die vielen einzelnen Gegenstände vollständig besorgt hatten: Weinfässer, Kamin, Wagenrad, Storchennest, Störche, Essigflaschen und vieles mehr. Nach mehreren Stunden war der Aufbau erledigt.

Am darauf folgenden Sonntag war dann der Tag des Festzugs. Doch zuvor sollte noch einiges schief gehen. Als wir unseren Festwagen aus der Scheuer ziehen wollten, stellten wir entsetzt fest, dass ein Reifen einen Plattfuß hatte. Im Schleichgang fuhren wir zur nächsten Tankstelle zum Luftaufpumpen. Doch das Pech sollte uns treu bleiben. Durch die Fahrt mit dem platten Reifen hatte sich das Ventil unter die Nabe gearbeitet, sodass es nicht mehr zugänglich war. Also beschlossen wir mit plattem Reifen auf Tour zu gehen. Nach ca. 1 km erreichten wir unseren Aufstellplatz. Da Angler immer optimistisch sind, schauten wir dort nochmals nach dem Ventil. Durch die erneute Fahrt schaute es nun wieder ganz normal heraus. Leider hatten wir nun keine Druckluft mehr zur Verfügung.  Kurzerhand rannte unser Jugendwart Bauer nochmals schnell zur Tankstelle und kaufte Reifenflickspray. Buchstäblich in letzter Minute vor Festzugsbeginn war unser Gefährt dann doch noch einsatzbereit.

Auf dem lange Weg durch Schriesheims Straßen verteilten wir wieder Leberwurstbrote und schenkten Weinproben aus. 40 Flaschen Wein und 20 Pfund Leberwurst waren schneller unters Volk gebracht als wir dachten.

Natürlich wurde nach Ende des Festzuges anschließend im Festzelt noch gebührend gefeiert.

Fischbesatz 13.04.2003

Anfang April war es an der Zeit, den Frühjahrsbesatz im Kanzelbach bzw. im Rückhaltebecken durchzuführen. Insbesondere im Rückhaltebecken hatten sich während der vergangenen Monate einige Graureiher unser Fischwasser als Landeplatz herausgesucht und den Bestand dezimiert. Aber auch die zweibeinigen Schwarzangler haben einigen Anteil daran gehabt, dass ein neuer Besatz erforderlich wurde. Bei dieser Besatzmaßnahme wurde unser neu gewählter Gewässerwart Roland Breitenreicher dann auch schnell in sein neues Amt eingewiesen.

Ausflug Sigmaringen 18.06.2003

Mit viel Mühe wurde unser Vereinsauflug geplant. Umso enttäuschender war die Teilnehmerzahl von nur 6 Anglern. Das sollte aber kein Anlass sein, den Ausflug dennoch richtig zu genießen. Wir stornierten unseren gebuchten Reisebus und fuhren mir 2 Privat-PKW nach Sigmaringen. Untergebracht waren wir im Gasthaus Traube. Roland Nunheim hatte unser Kommen mit dem Sigmaringer Angelverein perfekt vorbereitet. Hierbei war es besonders angenehm, dass wir die direkt an der Donau gelegene Fischerhütte nutzen durften.

Alles in allem gesehen haben wir den Ausflug diesmal bis zum Exzess zum Angeln genutzt. Nicht nur den ganzen Tag über, sondern immer bis nachts bis 24 Uhr versuchten wir unser Glück – und das von Donnerstag bis Sonntag.

Bei soviel Anstrengung war es natürlich klar, dass wir nach dem Nachtangeln nicht zu Bett gingen, sondern Entspannung in Sigmaringens Nachtleben suchten. Leider war die Auswahl nach Mitternacht nicht allzu groß, sodass wir uns letztendlich immer im „Journal“ trafen und dort die Gläser hoben bis Lokalschluss. Gleich in der ersten Nacht waren 3 unserer Mitglieder so von den köstlichen Getränken bezirzt, dass einer beim Weg zur Unterkunft einen Zusammenstoß mit einer Straßenlaterne hatte (Platzwunde an der Augenbraue), ein weiterer mit dem Hinterkopf das Gras küsste (Beule) und der dritte ausrutschte (Knieverletzung). Aber was soll’s. Aus Schaden wird man klug…..(?)

Ein Höhepunkt des Ausflugs war ein Elektrofischen des Sigmaringer Vereins, bei dem wir unsere Hilfe angeboten haben. Bei der durchführten Fischbestandsaufnahme staunten wir nicht schlecht, dass an den Angelstellen, an denen wir unmittelbar zuvor erfolglos geangelt hatten, plötzlich zahlreiche Äschen zum Vorschein kamen. Das machte uns beim anschließenden Angeln wieder Hoffnung. Zum Mittagessen wollten wir das Angeln nicht unterbrechen, sodass wir uns kurzerhand „chinesische Ente“ ans Wasser bringen ließen.  Nach 4 herrlichen Tagen war es dann wieder an der Zeit Abschied zu nehmen und schon jetzt vom Ausflug 2004 zu träumen.

Seefest

Mitte Juli fand am Vereinsgewässer in Dannstadt wieder unser Seefest statt. Dabei durften sowohl unsere Damen als und die Jugendlichen ihr anglerisches Geschick unter Beweis stellen. Trotz perfekter Betreuung durch die Profis wollten an diesem Tag die Fische aber nicht richtig beißen. Ganz umsonst war die Mühe aber nicht. Immerhin konnten zwei unserer Damen jeweils einen „Fisch“ an Land ziehen. Mit einem „schwergewichtigen“ Barsch von 20 Gramm setzte sich Gerda Bauer klar in Führung. Bei der zweiten Siegrein musste man schon genauer hinsehen, um den Fang zu erkennen. Auf diese Weise wurde Monika Machauer mit einem Barsch von 10 Gramm zweite Siegerin. Wesentlich erfolgreicher war da schon unsere Anglerjugend. Mit einem Karpfen setzte sich Adrian Geier klar in Führung. Nach der Anstrengung beim Fischfang waren dann aller Teilnehmer schließlich froh, als der Grill angeworfen wurde und es so richtig ans Feiern ging.

Gartenversammlung

Wie immer war im August unsere Vereinswirtschaft wegen Urlaub geschlossen. In den vergangenen Jahren war es schon Tradition, dass deshalb die Monatsversammlung im Garten von Sportfreund Machauer stattfindet. Doch dieses Jahr wollten wir mal was Neues ausprobieren. Deshalb wurde die Versammlung auf unserem Vereinsgelände in Schriesheim abgehalten. Da dort weder Strom noch Wasser vorhanden ist, mussten wir kräftig improvisieren.

Wie immer wurde bei dieser Versammlung der Schichtplan fürs Straßenfest festgelegt. Damit zum Einteilen auch genügend Mitglieder zur Verfügung stehen, wurde mit viel Speis und Trank „geködert“. Gewirkt hat es, denn es waren weit über 20 Mitglieder anwesend. Und gefallen hat es uns auch allen. Dazu hat bestimmt auch das angenehme warme Klima seinen Beitrag geleistet. So war es nicht verwunderlich, dass die Letzten erst weit nach Mittarnacht den Heimweg antraten.

Große Fänge

Meistens gehen wir ja nicht zum Angeln, weil wir unbedingt viele Fische fangen wollen. Auch wenn nichts beißt, kann Angeln erholsam sein. Zumindest hat man dabei immer Zeit, von großen Fängen zu träumen. Doch manchmal ist uns Anglern auch das Glück hold. Das können bestimmt Holger Bauer und Werner Lux behaupten. Unser See in Dannstadt hat erneut bewiesen, dass man vor Überraschungen nicht sicher ist.

Der Stör von Holger Bauer hat gut lachen. Weil er ganzjährig Schonzeit hat, durfte er wieder ins Wasser zurück.

Jugendferienspiele 08.-10.08.2003

Anfang August ludt der Angelverein interessierte Kinder anlässlich der Jugendferienspiele zu einem Angelwochenende an den vereinseigenen See nach Dannstadt ein. Unmittelbar nachdem die Einladung im Schriesheimer Mitteilungsblatt veröffentlicht war, meldeten sich ca. 50 Jugendliche zur Freizeit an. Da wir die Teilnehmerzahl aber auf 15 begrenzt hatten, konnten leider nicht alle teilnehmen. Am Freitag, den 8. August war um 17:00 Treffpunkt auf dem Festplatz. Leider fehlten 4 Teilnehmer. Eigentlich schade, dass diese sich nicht vorher abgemeldet haben, dann hätten wir gerne andere Teilnehmer von der Warteliste mitnehmen können.

Bei fast 38°C Lufttemperatur erreichten wir gegen 18 Uhr unseren See. Holger Bauer hatte bereits für die Übernachtung die Zelte aufgestellt. So mussten wir nur noch unser Essenzelt aufbauen. Gleich danach durften die Jugendlichen ihr Anglerglück versuchen. Die Ausdauer hatte sich auch gelohnt, denn jeder fing mindestens einen (kleinen) Fisch. Aufgrund des heißen Wetters hat das Angelfieber aber bald nachgelassen. Da war es nahe liegend, dass alle Teilnehmer gerne Abkühlung beim Baden suchten. Gegen 22 Uhr haben wir dann unser Stromaggregat angeworfen und so für eine gemütliche Beleuchtung des Essenszeltes gesorgt. Nach der Anstrengung beim Baden hatten dann alle Teilnehmer guten Appetit auf drei frisch organisierte Familienpizzen. Unser Jugendwart Werner Lux hatte mit Herrmann Schlechter für Essen und Trinken gesorgt. Wegen der angenehmen Lufttemperatur wollte danach auch niemand ins Bett, sodass sich die letzten Krieger noch bis 1 Uhr nachts wach blieben.

Umso überraschender versuchten am Samstagmorgen dennoch einige Frühaufsteher ihr Glück beim Angeln.  Kurz nach 9 Uhr liefen wir dann ins nahe gelegene Sportlerheim, wo wir unser Frühstück einnahmen. Danach stand der Tag dann fast vollständig unter dem Zeichen des Badens im See. Gegen Abend warfen wir dann den Grill an und stillten unseren Hunger mit Würstchen und Steaks. Mit Einbruch der Dämmerung war es dann Zeit für das Lagerfeuer. Hierzu hatten wir zuvor eigens einen Anhänger voll Holz aus dem Schriesheimer Wald nach Dannstadt gefahren.

Am Sonntag früh gingen wir wieder zum Frühstücken ins Sportlerheim. Danach verbrachten wir den Tag natürlich wieder mit Schwimmen und Angeln. Ab 13:30 mussten wir dann leider wieder einpacken. Nach kurzer Fahrt erreichten wir gegen 15 Uhr Schriesheim, wo die Eltern der Teilnehmer bereits warteten.

Straßenfest 06.-07.09.2003

Der Aufbau zum Straßenfest bereitete anfangs große Sorgen, da die Stellfläche für unser Zelt durch ein abgestelltes Schrottauto versperrt war. Doch nach einigen Gedankenexperimenten gelang schließlich der Abtransport. Umso schneller war dann dank der vielen Helfer das Zelt aufgestellt.

Am Vorabend zum Straßenfest wurden beim Aufbau unseres Verkaufsstandes alle bisherigen Rekorde gebrochen; innerhalb von weniger als 4 Stunden waren wir einsatzbereit. Doch die Freude sollte nicht lange währen. Beim Reinigen der Friteusen mussten wir mit großer Sorge feststellen, dass an beiden die Temperaturregler nicht mehr richtig funktionierten. Alle Reparaturversuche scheiterten. Buchstäblich in letzter Sekunde gelang es am folgenden Morgen vom Angelverein Ladenburg zwei Friteusen auszuleihen. Ohne diese spontane Hilfsbereitschaft wäre das Fest für uns zum einzigartigen Reinfall geworden.

Familienabend 30.11.2003

Am 30. November ludt unser Verein wieder zu seinem traditionellen Familienabend ein. Damit sich nicht jedes Jahr das gleiche Programm wiederholt, hat die Vorstandschaft sich auf ein Experiment bei der Festlegung der musikalischen Unterhaltung eingelassen. Warum sollte nicht einmal ein echter Spanier zu unserer Weihnachtsfeier musizieren? Einen wahren Meister seines Faches fanden wir im Alleinunterhalter Roberto Moreno, der uns mit sehr abwechslungsreicher Musik einen tollen Abend bescherte. Er bewies uns mit Bravour, dass er nicht nur die spanischen Klänge beherrschte, sondern auch mit klassischer Musik die Angler zum Tanzen brachte. Beim musikalischen Ausflug nach Griechenland war es klar, dass unser Tanzlehrer Manuso Makulakus beim „griechischen Wein“ nicht mehr zu halten war und spontan mit dem Training begann.

Selbstverständlich haben wir den Abend natürlich auch wieder genutzt, um unsere Angler-Ehrungen vorzunehmen. Besonders schwere Pokallast hatte dieses Jahr Holger Bauer zu tragen. Nicht nur als Gewinner beim Preisfischen war er erfolgreich, sondern auch insgesamt als Gewinner der Vereinsmeisterschaft. Doch dass er auch noch Fischerkönig 2003 wurde, zeigt uns, dass alle anderen beim Fischen noch etwas lernen können.