2002

Generalversammlung 11.01.2002

Am 11. Januar 2002 fand unsere Generalversammlung statt. Die Berichte des Schriftführers, des Gewässer- und Jugendwarts wurden diesmal in einem einzigen zusammenhängenden Bericht vorgetragen. Damit sich jeder das jeweils Vorgetragenen besser vorstellen konnte, zeigten wir mit einem Beamer zahlreiche Fotos. Neben den üblichen Neuwahlen wurden auch kleinere Änderungen zu unseren Richtlinien zum Fischfang an unserem Vereinsgewässer in Dannstadt beschlossen.

Die neue Vorstandschaft:
Gerhard Machauer, Günter Hofmann, Andreas Viel, Peter Krämer, Rainer Müller, Werner Holzmann, Gerhard Schäfer, Holger Bauer

Mathaisemarkt-Festzug 03.03.2002

Im Februar begannen wieder die Vorbereitungen für unsere Teilnahme am Mathaisemarktfestzug. Unter dem Motto „5o Jahre Baden-Württemberg – 50 Jahre Schriesheim“ sollte der Festzug starten. Der Angelverein sollte hierzu das Thema „Die Kurpfalz – Der Rhein darf keine Grenze sein“ darstellen. Nach langen Diskussionen in unserer Monatsversammlung stand dann endlich das Konzept für unsere Truppe. Wir einigten uns auf einen Festwagen, auf dem die Brücke über den Rhein bei Mannheim dargestellt wurde. Das Ganze sollte von einer Fußgruppe begleitet werden.

Annette Schäfer machte sich wieder besondere Mühe, die notwendigen Requisiten zu besorgen, sodass letztendlich wieder ein schön geschmückter Festwagen zu sehen war.

Und dann war es am 3.3.2002 soweit. Bei herrlichem Frühlingswetter startete der Festzug. Alles in Allem waren wir wieder stolz, dass vom Angelverein wieder eine stattliche Truppe von insgesamt 25 Teilnehmern mitmarschierte. Auch die Zuschauer hatten wohl Gefallen an unserem Wagen gefunden. Schon nach der Hälfte der Festzugstrecke waren von unserem Wagen alle 60 Flaschen Wein und 20 Pfund Leberwurstbrot verteilt.

Jugendausflug Leutershausen

Zum Jugendausflug startetet wir dieses Jahr wieder einmal nach Leutershausen an der Altmühl. Mit insgesamt 20 Teilnehmern waren genügend Teilnehmer dabei. Wie es nicht anders sein kann, bescherte uns der Himmel wettermäßig viel Sonnenschein und wie immer hatte unser Jugendwart Holger Bauer alles gut organisiert und insbesondere auch angenehme Ferienwohnungen direkt am See ausgesucht.

Beim Angeln musste jeder erst seine Erfahrungen sammeln, denn so einfach war es nicht, die Schuppentiere zu überlisten. Nach vielen vergeblichen Mühen stellte sich dann aber doch der gewünschte Erfolg ein. Neben zahlreichen Zandern ließ sich auch der eine oder andere Hecht überlisten. Besonders war wohl unser Jugendwart überrascht, als er beim Hechtblinkern einen über zehn Pfund schweren Waller fing. Ob das wohl Können oder Zufall war?

Seniorenausflug Hauzenberg

Nachdem es uns bereits 1998 sehr gut in Hauzenberg gefallen hatte, haben haben wir erneut beschlossen, unseren Ausflug im Hotel Seehof am Freudensee zu verbringen. Mit 17 Teilnehmern starteten wir mit einem 25-sitzigen Reisebus für vier Tage nach Bayern. Im Gegensatz zum damaligen Ausflug gab es diesmal ausgiebig Sonnenschein. Das war wohl auch der Grund dafür, dass sich unsere „Rentnerband“ lieber in der Sonne sonnte als zu angeln.

Unsere Sonnenangler:
Valentin Schmitt, Kurt Sauer und Edmund Dal-Magro

Besonders professionell wollte Sportfreund Gerhard Machauer beim Bootsangeln vorgehen. Er hatte sich nicht gescheut, einen Elektrobootsmotor samt Batterie von zu Hause mitzunehmen. Schnell war der Motor am Boot montiert, doch das Ausfahren zwischen den ausgelegten Angelschnüren der staunenden Vereinskameraden wollte einfach nicht klappen. Vielleicht lag es auch nur daran, dass er die vielen guten Ratschläge nicht hören konnte; im Endeffekt hatten sich jedenfalls nahezu alle Schnüre in der Schiffsschraube verfangen.
Entstanden ist daraus das neue Machauer-Patent: „Elektrisch betriebener Schnuraufwickler mit Gruppenfunktion“

Trotz dieser „kleinen“ Störung haben sich die Fische jedoch nicht den Appetit nehmen lassen. Neben mehreren schönen Seeforellen, wurden auch einige Hechte gefangen. Auch das Karpfenangeln vom Boot aus war erfolgreich. Dank der intensiven fischereilichen Betreuung gelang es sogar unsrem Busfahrer Manus, der noch nie zuvor geangelt hatte, einen Karpfen zu fangen.

Neben dem Angeln war natürlich auch genügend Zeit für kleinere Ausflüge. Ein Tagesausflug führte uns u.a. in ein nahe gelegenes Schnapsmuseum und in ein Graphitbergwerk. Aber auch unabhängig davon hatte jeder auf seine Art und Weise Spaß in der näheren oder fernen Umgebung.

Ein Mitglied hat an einem solchen individuellen Ausflug wohl besonders große Freude empfunden. Besagter Sportfreund verabschiedete sich bereits um 10 Uhr mit den Worten, er wolle mal eine kleinere Wanderung ins nahe gelegene Hauzenberg zu machen, um dort einzukaufen. Nachdem er selbst zum Abendessen nicht wieder zurück war, machten wir uns Sorgen und starteten eine Suchaktion. Erst nach vier Stunden waren wir erfolgreich und erleichtert, als wir unseren Ausreißer in einer kleinen Imbissstube inmitten einer geselligen Runde gesangfreudiger Freunde auffanden.

Nach all dieser Aufregung versuchten wir am letzten Tag unsers Aufenthalts nochmals unser Glück beim Angeln. Sportfreund Nunheim glaubte wohl nicht so recht an seine anglerischen Fähigkeiten, da er uns bat, ihm zwei Forellen für seinen Nachbarn zuhause zu fangen. Diesen Wunsch konnten wir nicht abschlagen. Leider gelang es uns an diesem Tag nur eine Forelle zu fangen. Hilfsbereit wie wir waren, froren wir sie sogar in der Kühltruhe unseres Wirtes ein. Um keinen Zweifel an unseren Fähigkeiten aufkommen zu lassen, gingen wir sogar am Abfahrtstag früh nochmals auf Forellenjagd und waren auch erfolgreich. Den Fisch setzten wir in einen Brunnen, wo er darauf wartete, von Sportfreund Nunheim geschlachtet zu werden.

Doch Nunheim gefiel es wohl in seinem Bett besser. Erst kurz vor der Abfahrt kreuzte er auf, bezahlte beim Wirt seine zwei Forellen und räumte dann sein Gepäck in den Bus. Irgendwie ist es ihm dann auch gelungen, Sportfreund Machauer davon zu überzeugen, ihm den Brunnenfisch auszunehmen. Doch als Machauer zur Tat schreiten wollte, war der Fisch weg. Sportfreund Lux glaubte wohl, dass jemand den Fisch im Brunnen vergessen hatte und hatte ihn wieder im See freigelassen. Sportfreund Nunheim trug´s mit Fassung, obwohl der Fisch bezahlt war. Die Ironie des Schicksals war, dass Nunheim bei der Ankunft in Schriesheim feststellen musste, dass auch die tags zuvor eingefrorene Forelle nicht aufzufinden war. Diese liegt wohl noch heute in der Kühltruhe in Hauzenberg…..

„Neues“ Hoftor

Nach all den Vergnügungen beim Ausflug stand im Juli ein lang vor uns hergeschobener Arbeitseinsatz an. Auf unserem Vereinsgelände wartete ein Hoftor darauf, dass es endlich einbetoniert wird. Doch zunächst mussten erst einmal die Löcher für die Tor- bzw. Zaunpfosten gegraben werden. Am Vorabend vor diesen Einsatz führte unser Vorsitzender Günter Hofmann „vorbereitende“ Arbeiten und markierte mit dem Fuß grob, wo das Tor einbetoniert werden sollte. Die exakten Maße für den Abstand der Torpfosten waren natürlich nicht mit dem Metermaß abgemessen.

Für die Grabaktion am nächsten Tag verspätete sich unser Vorsitzender leider um eine halbe Stunde. Die pünktlich erschienenen fleißigen Helfer wollten keine Zeit verlieren und begannen (leider) sofort mit den Grabarbeiten. Besonders unser Schriftfühler Michael Hein bewies hierbei nicht vermutete Fähigkeiten. Es zeigte sich dann sehr schnell, dass die Löcher für die Torpfosten eigentlich 50 Zentimeter weiter auseinander liegen sollten. Und so kam es, dass die Löcher durch das nachträgliche Korrigieren letztendlich „leicht“ überdimensioniert waren. Beim anschließenden Füllen mit Beton passten sage und schreibe 28 Sack Fertigbeton hinein. Hoffentlich müssen wir diese Pfosten nie mehr entfernen…

Straßenfest

Im September wartete schon der nächste Einsatz auf die Angler. Für das Schriesheimer Straßenfest war es wieder Zeit, alle Vorbereitungsarbeiten zu erledigen, damit dann am „Tag der Wahrheit“ beim Fischverkauf alles reibungslos über die Bühne gehen konnte.

Bei den Vorbereitungsarbeiten mussten zunächst wieder alle Fische nach unserem speziellen Rezept gesalzen und gewürzt werden. Wie immer fand die „Salzaktion“ im Hof von Sportfreund Nunheim statt. Es versteht sich von selbst, dass sich alle Helfer nach getaner Arbeit mit einem Schluck Wein stärken dürfen.

Bild: Die Fischsalztruppe nach getaner Arbeit (Erna Keuthen, Ella Krämer, Werner Hozmann)

Parallel dazu galt es an unserem Stand wieder das Verkaufszelt aufzubauen. Zeltmeister Andreas Viel organisierte dies mit seiner Truppe wieder absolut perfekt.

Zusätzlich zum Fischverkauf wurde auch dieses Jahr wieder die Anglerbar eingerichtet. Um die geänderten Platzverhältnisse möglichst vollständig auszunutzen, sollte dieses Jahr alles noch perfekter montiert werden. Doch das provisorische, möglichst  wasserdichte Überspannen des Zwischenraumes zwischen Zelt und Hofwand stellte sich als kaum überwindbares Hindernis heraus. Erst nachdem mehrere vergebliche Varianten getestet waren, gelang dieses Unterfangen. Leider hielt die optisch eigentlich gute Lösung den Wassermassen bei einem Regenschauer am Samstag Nacht nicht stand. Aber es bleibt nun ja ein Jahr Zeit, um über eine verbesserte Variante nachzudenken.

Königsfischen

Nach soviel harter Arbeit konnten wir uns Ende September dann endlich beim Königsangeln unserem eigentlichen Hobby widmen. An der Riedbahnbrücke in Mannheim versuchten wir unser Heil. Unter den fachkundigen Blicken unseres Gewässerwartes Andreas Viel musste jeder erst seine Lernkurve machen, bis dann gegen Ende des Angelns den meisten von uns endlich einige Fische an den Haken gingen. Zum Glück hatte unser zweiter Gewässerwart Rainer Müller gerade noch rechtzeitig eine neue Digitalwaage gekauft, sodass nun auch die schwergewichtigsten Fische richtig gewogen werden konnten.

Abfischen 13.10.2002

Mitte Oktober wurde für den Anglerverein die offizielle Anglersaison mit dem Abfischen beendet. Hierzu trafen wir uns an der A5-Brücke am Schwabenheimer Hof. Vermutlich hatten unsere Gewässerwarte A. Viel und R. Müller hellseherische Fähigkeiten, als sie vor einem Jahr die Gewässertrecke festlegten, denn an diesem Tag wurden alle gestraft, die ihre Regenjacken vergessen hatten. So waren all diejenigen froh, die ihren Angelplatz vor Regen geschützt direkt unter der Brücke hatten. Leider hatte der Neckar wegen Hochwasser scharfe Strömung und das Wasser war braun getrübt. So war es nicht verwunderlich, dass die meisten von uns ohne Fang blieben. Aber Spaß hat es trotzdem gemacht. Umso mehr konnte sich unser Gewässerwart Rainer Müller über den Fang eines fast 5 Pfund schweren Döbels freuen.

Familienabend

Auch dieses Jahr feierten wir wieder im Hotel Scheid unseren Familienabend. Die Beteiligung mit über 85 Gästen war sehr erfreulich und damit waren auch beste Voraussetzung für einen stimmungsvollen Abend gegeben. Dieses Jahr übernahm Gerhard Schäfer die Moderation der Veranstaltung. Eine besondere Attraktion war die Vergabe des von ihm gestifteten neuen Vereinsmeister-Wanderpokals, den Rainer Müller entgegennehmen durfte.

Ausgesprochen stolz waren wir auf das Erscheinen des BDSV-Vizepräsidenten Anton Markmann, der fünf Mitglieder für 25-jährige Vereinszugehörigkeit auszeichnete. Über die entsprechende Urkunde samt Ehrennadel durften sich die Sportfreunde Karl Wolf, Gerhard Schäfer, Günter Schäfer, Karl-Heinz Schäfer und Werner Hofmann freuen.

Fischerkönig im Jahr 2002 wurde Gerhard Schäfer. Neben den zahlreichen Ehrungen stand natürlich wieder das Tanzvergnügen im Vordergrund. Klaus Machauer war trotz „angeknackstem“ Daumen nicht davon abzuhalten, das Tanzbein kräftig zu schwingen. Der Abend wurde mit der Preisausgabe zu unserer Tombola beendet. Wie immer waren die aufgereihten Tombolapreise eine Augenweide.