1998

Highlights 1998
Neues Zelt fürs Straßenfest
Ehrenmitglieder: Edmund Dal-Magro, Werner Keuthen und Valentin Schmitt

Fischsterben

Das neue Anglerjahr begann für uns sehr unglücklich. Anfang Januar wurden wir auf ein massives Fischsterben im Kanzelbach aufmerksam. Wieder einmal gelangten Schadstoffe ins Wasser, woraufhin zahlreiche Bachforellen verendeten. Die Ermittlungen nach dem Verursacher verliefen ergebnislos, so dass wir auch diesmal wieder auf dem Schaden sitzen geblieben sind.

Mathaisemarkt-Festzug

Unter dem Motto „Fischerzunft“ haben wir Anfang März genau das richtige Thema zur Teilnahme am Mathaisemarktfestzug gefunden. Da ist es uns bei der Vorbereitung auch nicht schwer gefallen, den Festwagen stilecht zu schmücken. Beim eigentlichen Festzug war dann letztendlich eine stolze Gruppe von 25 Anglern dabei. Während unsere Kleinsten die Aufgabe übernommen haben, Bonbons an die jüngeren Festgäste zu verteilen, schenkten unsere Erwachsenen vom Festwagen Wein aus und verteilten bestrichene Brötchen. Aber selbst die Zuschauer, die uns noch vom zweiten Stockwerk ihrer Häuser aus bewunderten, mussten nicht auf dem Trockenen sitzen bleiben. Sportfreund Klaus Machauer hat ein tolles Talent entwickelt, um ihnen mit einem Becher, der an seiner langen Angelrute befestigt war, den Wein nach oben zu reichen.

Jugend-Ausflug Leutershausen

Die Jugendlichen wurden mit einem Ausflug nach Leutershausen an der Altmühl für ihre Strapazen beim Festzug entschädigt. Obwohl wir bereits im vergangenen Jahr dort den Jugendausflug verbrachten, wollten alle unbedingt wieder dorthin. Vielleicht erhofften sie sich wieder die gleichen Fangerfolge wie letztes Jahr?

Gleich nach der Ankunft wurden schnell unsere Zelte aufgebaut und dann war niemand mehr zu bremsen, seine Angel auszuwerfen. Doch diesmal war das Wetter (zunächst) so toll, dass sich die Karpfen lieber an der Wasseroberfläche sonnten als dass sie nach unseren Ködern suchten. Aber Langeweile kam deshalb trotzdem nicht auf. So waren dann schnell andere Aktivitäten angesagt, so zum Beispiel Kanufahren. Doch bei diesem Sport mussten die Jugendlichen erst noch ihren Gleichgewichtssinn trainieren; das Boot kippte mehr als einmal samt Inhalt um.

Am zweiten Abend wollte uns Petrus dann mal richtig zeigen, wie viel Wasser vom Himmel herunterregnen kann. So standen dann innerhalb kürzester Zeit die Zelte knöcheltief im Wasser. Das wäre nicht so schlimm gewesen, hätte nicht auch noch ein extrem kräftiger Gewittersturm eingesetzt, bei dem 3 Zelte weggeflogen sind. Am nächsten Morgen waren sich dann alle einig: „Nächstes Jahr hausen wir unter einem festen Dach“.

See Dannstadt

Das Jahr 1998 bescherte uns an unserem Vereinsgewässer in Dannstadt besonders schwergewichtige Fänge. Stellt sich nur die Frage, wie die Feldhasen an die Angel kamen? Jedenfalls freuten sich Peter und Hugo darüber.

Senioren-Ausflug Hauzenberg

Auch die Erwachsenen wussten bei Beginn ihres Ausflugs noch nicht, was ihnen bevorsteht. Diesmal hatten wir ein besonders attraktives Ziel ausgesucht, nämlich den Freudensee in Hauzenberg bei Passau. Wir wohnten im Gasthaus „Seehof“ in unmittelbarer Nähe des Sees. Leider war Petrus auch uns nicht gut gesonnen. Fast ohne Unterbrechung hat es vier Tage lang geregnet. Doch das konnte uns nicht erschüttern. Da Fische bekanntermaßen bei Regen am besten beißen, war uns diesmal ausnahmsweise auch das Fanglück hold. Neben zahlreichen Karpfen bis 12 Pfund wurden auch einige große Forellen und andere Edelfische gefangen, die wir aber fast alle wieder schwimmen ließen.

Auch die Abende waren gewiss nicht langweilig. Dafür sorgten unsere Wirtsleute. Sie haben es prächtig verstanden, Stimmung einzuheizen. Dazu verteilten sie an alle Angler verschiedene Musikinstrumente und wir mussten jeweils die hohe Kunst des Spielens erlernen. Nach vielen hoffnungslosen Versuchen beherrschte dann irgendwann (endlich) jeder sein Instrument und wir gaben ein tolles Konzert.

Nach vier strapaziösen Tagen mussten wir dann leider Abschied nehmen. Schon sonntags morgens um 10 Uhr war unser Reisebus startklar. Doch nun sollte das dicke Ende erst noch kommen. Bereits nach 6 Kilometern hörten wir einen lauten Knall, und unser Bus musste rechts ranfahren. Der vermutete Reifenschaden entpuppte sich schnell als geplatzte Luftfeder. Damit hatten wir zunächst das Ende der Reise erreicht, und das auf einer einsamen Landstraße mitten im Wald. Aber manchmal haben Angler auch Glück. In unmittelbarer Nähe befand sich ein einziges Haus, wo wir klingelten. Wir staunten nicht schlecht, als uns dort ein MAN-Servicetechniker die Tür öffnete, der in Passau in einer Buswerkstatt beschäftigt war. Per Schleichfahrt folgten wir ihm ins 10 Kilometer entfernte Passau. Nach dreistündiger Reparatur konnten wir die Fahrt endlich fortsetzen und erreichten gegen 18 Uhr endlich Schriesheim.

Neues Zelt fürs Straßenfest

Beim Straßenfest waren wir froh, dass wir für unseren Fischerverkauf ein neues Zelt einweihen konnten. Hierfür sind wir unserem Sportfreund Fritz Walter sehr dankbar, dass er sich für dessen Beschaffung so stark engagiert hat. Auf deutlich mehr Fläche konnten wir diesmal unseren Gästen Platz bieten. Den Wassertest hat das neue Zelt gleich in der ersten Nacht erfolgreich bestanden. Da wären wir mit dem alten Zelt sicherlich baden gegangen.

Familienabend

Das Anglerjahr wurde wieder mit unserem „berühmten“ Familienabend beendet. Fischerkönig wurde diesmal unser Sportfreund Gerhard Machauer, der den Abend mit dem Königstanz eröffnen durfte. Für drei Mitglieder stand ebenfalls ein großes Ereignis an, nämlich die Ernennung zu Ehrenmitgliedern. Es war uns ein besonders Vergnügen hierfür die Sportfreunde Dal-Magro, Keuthen, und Schmitt zu küren.

Im weiteren Verlauf des Abends sorgten unsere immer herzlich willkommenen Gäste, die „Ladenburger Ratze“, für Stimmung ganz besonderer Art, indem sie uns mit einer tollen „Märchen-Parade“ in Erstaunen versetzten. Da hätte sich auch Asterix begeistern können.

Die erfolgreichen Angler: Werner Holzmann, Gerhard Schäfer, Gerhard Machauer, Holger Bauer (hinten v. li.) und Martin Brown, Dominik Morast sowie Sebastian Jäck (vorne v. li.)