1996

Mathaisemarkt-Festzug „Das Erbe der Väter“

Traditionsgemäß nahm der Sportanglerverein Anfang März wieder beim Mathaisemarktfestzug teil. Hierzu haben wir uns Mühe gemacht, einen  schönen Festwagen zum Thema „Das Erbe der Väter“ zu schmücken, in dessen Mitte ein großes Weinfass aufgebaut war. Auf der vorderen Hälfte des Wagens ließ sich unser Sportfreund Werner Lux den edlen Rebensaft aus einem großen Glas schmecken, während  sich zwei Jugendliche von der anderen Wagenhälfte Zugang zum Inhalt verschafften, indem sie heimlich von der Rückseite das Fass anbohrten. Leider liegen uns von dieser Szene keine Fotos vor, so dass wir uns hier auf die Planungsskizze beschränken müssen.

Senioren-Ausflug nach Leutershausen

Die Bequemlichkeit sollte beim diesjährigen Fischerausflug ganz groß im Vordergrund stehen. Deshalb ging unser Sportfreund Holger Bauer bereits viele Wochen vor unseren eigentlichen Ausflug auf „Vortour“, um ein geeignetes Gewässer und Unterkunft ausfindig zu machen. Mit der Wahl des „Ballheim´schen Mühlenweihers“ in Leutershausen an der Altmühl hat er alle unsere Wünsche aufs Beste erfüllt. Wir waren in mehreren Ferienwohnungen in unmittelbarer Seenähe untergebracht. Da war es natürlich klar, dass wir unser Anglerglück tags und nachts testeten. Unsere Angleraktivitäten wurden eigentlich jeweils nur morgens und mittags unterbrochen, weil wir da geschlossen ins Dorf marschierten, um das Frühstück bzw. Mittagsessen einzunehmen.

Während des 4-tägigen Ausflugs hatten wir das schönste Wetter des ganzen Jahres 1996 genossen: strahlenden Sonnenschein non Stopp. Mit dieser intensiven Sonnenbestrahlung hatte wohl keiner gerechnet, und so war es dann auch nicht überraschend, dass fast alle Teilnehmer unter heftigem Sonnenbrand zu leiden hatten. Als es bereits zu spät war, hatte dann unser größtes Opfer, Sportfreund Rolf Knopfe, die rettende Idee: Gurkenscheiben sollten in der Lage sein, den Schmerz zu lindern. Da niemand etwas besseres wusste, glaubten dann schließlich auch alle daran und bedeckten alle befallenen Körperstellen mit dem heilenden Gemüse.

Was das Angeln betrifft, so haben es auch die Fische vorgezogen, sich lieber an der Wasseroberfläche zu sonnen, als sich um unsere Angelköder zu kümmern. Also war (mal wieder) Fehlanzeige beim Angeln, obwohl wir uns redlich Mühe gaben.


Die Ausdauer beim Angeln war trotz ausbleibender Erfolge ungebremst. Insbesondere Sportfreund Werner Holzmann glaubte während der zweiten Nacht unseres Aufenthalts ständig an den Anbiss eines großen Fisches, so dass er jeweils nur zum Griff nach der Bierflasche seine Angel für kurze Zeit aus der Hand legte. Alle Ausdauer hat letztendlich aber nichts geholfen. Kurz bevor wir uns am nächsten Morgen um 8 Uhr auf den Weg zum Frühstücken machen wollten, erlag er schließlich den nächtlichen Strapazen und schlief auf seinem Angelstühlchen ein. Da wir ihm den Schlaf gönnten, stellten wir ihm einen Anglerschirm zum Schutz gegen die Sonne neben seinem Stuhl auf und gingen dann ohne ihn zum Frühstücken. Als wir nach einer Stunde zurück kamen, genoss er immer noch seinen Schlaf. Leider spendete ihm der Anglerschirm keinen Schatten mehr, da die Sonne inzwischen weiter gewandert war. Also korrigierten wir die Schirmstellung, so dass er wieder im Schatten saß.  Diese Schlafstellung hat ihm wohl so gut gefallen, dass er den halben Tag schlafend darauf verbrachte und wir regelmäßig den Schirm auf Neue ausrichteten. So sind wir halt….

Seefest

Im Juli haben wir unser Seefest in Dannstadt veranstaltet. Bei tollem Wetter versuchten zum einen unsere Anglerfrauen und auf der anderen Seite unsere Jugendabteilung ihr Anglerglück. Nach 3-stündigem Angeln hatte dann schließlich (fast) jeder etwas gefangen. Insbesondere unsere Jugendlichen haben wohl neue Lockfutter gebraut, denn die Fänge ungewöhnlich vieler Fische überzeugten sehr. Neben 3 Graskarpfen zwischen 11 und 14 Pfund ging auch ein schwergewichtiger Spiegelkarpfen von 24 Pfund an den Haken. Für unseren Glückspilz Dominik Morast dürfte dies wohl für die nächste Zeit der größte Fisch gewesen sein.

Das Foto zeigt den 24-Pfund-Karpfen. Hier hat sich aber Sonja Machauer mit fremden Federn auf dem Foto schmücken lassen.

Seltsame Fänge am See

Nicht nur die Jugend war beim Angeln ausgesprochen erfolgreich. Auch die „Älteren“ habe einige schwergewichtige Fische an den Haken locken können. Auf den Foto sind Hugo mit einem Graskarpfen und Peter Müller mit einem „behinderten“ Schuppenkarpfen abgebildet.

Angeln im Rückhaltenbecken

Auch beim Angeln im Schriesheimer Fischwasser waren wir 1996 von ungewöhnlichen Fängen überrascht worden. Im Juli angelten wir im Schriesheimer Rückhaltebecken. Wie so oft, kümmerten sich nur wenige Fische um unsere Köder. Nach langer Zeit der Erfolglosigkeit biss dann schließlich bei Sportfreund Werner Hofmann endlich ein Fisch an. Schnell war uns allen klar, dass es sich hierbei nicht um den eigentlich typischen Fisch, der Bachforelle, handelt. Unter aktiver Unterstützung zahlreicher Anglerfreunde gelang es dann nach ca. einer halben Stunde, einen kapitalen Graskarpfen von 14 Pfund an Land zu ziehen. Dieser ungewöhnliche Fang lässt sich eigentlich nur dadurch erklären, dass ein Teichbesitzer, bei dem der Fisch zu groß wurde, diesen irgendwann in unserem Fischgewässer ausgesetzt hat.

Familienabend

Nach so viel Anstrengung während des Jahres 1996 waren alle froh, sich Ende November beim Familienabend entspannen zu dürfen. Hierbei sorgte unser Alleinunterhalter, Stephan Bried, mit flotten Rhythmen für Abwechslung. Und so machte es auch allen Spaß, kräftig das Tanzbein zu schwingen. Mit einer beeindruckenden Tanzshow-Einlage versetzten uns darüber hinaus Gerhard Raudzis und seine Frau in Erstaunen. Ein weiter Höhepunkt des festlichen Abends war natürlich wieder die Ehrung unserer erfolgreichsten Angler(innen). An unserem Vereinsgewässer in Dannstadt hatte Sportfreund Peter Krämer ganz besonderes Glück, als er einen Hecht von 1,10 Meter Länge fangen konnte.