1994

Highlights 1994
Pflanzenexplosion im See, starker Graskarpfenbesatz

Generalversammlung

Zur Generalversammlung trafen wir uns Mitte Januar im Hotel Pfalz. Wie immer standen auch wieder die obligatorischen Neuwahlen und die Berichte des Kassen-, Jugend- bzw. Gewässerwarts auf der Tagesordnung.

Zum Abschluss der Versammlung wurde noch ein heikles Thema diskutiert: Erhöhung des Vereinsbeitrags. Durch die jährlich fällig werdende Zahlung des Fischereipachtzinses an die Stadt Schriesheim für das 1993 erworbene Fischrecht im Kanzelbach waren die finanziellen Ausgaben nicht mehr vollständig durch Einnahmen gedeckt gewesen. Die Vorstandschaft stellte deshalb den Antrag auf Anhebung des Mitgliederjahresbeitrags um 12 DM, sowie einer Erhöhung der Angelkartengebühren. Nach langer Diskussion und Suche nach anderen Alternativen wurde dem Antrag mehrheitlich zugestimmt.

Mathaisemarkt-Festzug

Beim Festzug 1994 war unser Motto „Anglerwirtschaft zum Bahnhof“. Das war für uns natürlich kein Problem zur Darstellung.

Anglerausflug nach Scheer

Als Ziel des diesjährigen Anglerausflugs wurde Scheer an der Donau ausgewählt. Mit einem Reisebus starteten wir die 4-tägige Reise über den Feiertag an Fronleichnam. Zur Übernachtung waren wir im Hotel „Donaublick“ untergebracht. Das Anglerglück versuchten wir in der nahe gelegenen Donau. Die ausdauernden Bemühungen hatten auch tatsächlich Erfolg. Wir konnten einige Forellen und Äschen an den Haken locken.

Zur Abwechslung hatten wir auch die Gelegenheit, in einem nahe gelegenen See zu angeln. Da die Fische dort aber anderes im Schild hatten als bei uns anzubeißen, konzentrierten wir uns lieber auf die „Schulstunde“ unseres Sportfreundes Edmund Dal-Magro. Alle standen im Kreis und lauschten den interessanten Ausführungen, wie man einen Tauwurm am besten am Haken befestigt. All diejenigen, die selbst dabei waren, können bestätigen, dass uns dieses spannende Thema mehrere Stunden in Atem hielt. Alleine die Demonstration zur Auswahl der richtigen Ködernadel und deren praktische Handhabung war ein tagefüllendes Programm. Bis heute konnte auch noch keine Antwort gefunden werden, ob männliche Tauwürmer fängiger sind als ihre weiblichen Artgenossen. Die Frage, ob es überhaupt Geschlechtsunterschiede gibt, werden wir beim nächsten Ausflug noch ausgiebig diskutieren….

Bei soviel tollen Erlebnissen merkte keiner, wie schnell die 4 Tage Ausflug vergangen waren. Nachdem wir uns sonntags noch schnell beim Mittagessen gestärkt hatten, war es dann Zeit wieder nach Hause zu fahren. Leider wurde die gute Stimmung in der Nähe von Sinsheim dann doch noch getrübt durch ein Bremsmanöver, bei dem unser Sportfreund Gerhard Schäfer im Bus stürzte und sich den Daumen brach.

Pflanzenexplosion im See in Dannstadt

In den letzten beiden Jahren hat sich in unserem See in Dannstadt ein unverhältnismäßig starker Bewuchs an Wasserpflanzen entwickelt. Aufgrund der relativ geringen Wassertiefe und recht sommerlichen Temperaturen war das Wachstum der Pflanzen förmlich explodiert. Nur noch wenige kleine Bereiche der Wasseroberfläche waren frei von Pflanzenbewuchs geblieben. Dadurch war an die Ausübung der Fischerei nicht mehr zu denken. Viel größere Sorge bereitete unserem Gewässerwart aber die Tatsache, dass die Pflanzen im Spätjahr absterben und dadurch der Sauerstoffgehalt auf kritische Werte absinken würde. Ein einsetzendes Fischsterben wäre abzusehen gewesen. 

Als Sofortmaßnahme wurde ein großer Arbeitseinsatz durchgeführt, bei dem mit schwerem Gerät versucht wurde, die Pflanzen zu entfernen. Nach mehreren Stunden schweißtreibender Arbeit hatten wir zwar einige Tonnen Pflanzen an Land gezogen, aber bereits 2 Wochen später waren die freigeräumten Stellen wieder zugewuchert.

Aus dieser Not heraus wurde Ende Oktober eine umfangreicher Besatzmaßnahme mit 5 Zentnern Fischen durchgeführt, bei der schwerpunktmäßig alleine 2 Zentner Graskarpfen zur Bekämpfung des Krautbewuchses eingesetzt wurden. 

Familienabend

Das Anglerjahr 1994 klang mit unserem legendären Familienabend im Dezember aus. Hierbei wurde unter anderem der neue Fischerkönig gekürt. Mit einer gewichtigen Barbe von fast 3 Pfund hatte sich dieses Jahr Alexander Schmitt die Führung erstritten. Und dann galt es noch unseren Pechvogelpokal zu vergeben. Ganz klar, dass hierfür nur unser Sportfreund Gerhard Schäfer wegen seines Unglücks beim Ausflug in Frage kam.